Viele Kunden nutzen CATS für die Erfassung und Verrechnung von Stunden. Die mittlerweile sehr starke Verbreitung von ESS und MSS macht CATS immer hilfreicher und beliebter und die neuen Oberflächen für Mobilnutzung (Fiori) und im HR Renewal werden voraussichtlich für weiteren Auftrieb sorgen. Allerdings läßt die Konfigurierbarkeit im Standard-Customizing noch immer viele Wünsche offen und weist ärgerliche Lücken auf – an Stellen, wo sie die Kunden oft sehr stören.
Auf zwei dieser Lücken sind wir erst kürzlich wieder in einem internationalen CATS Rollout-Projekt gestoßen. Daher hier ein kurzer Tipp, um Sie frühzeitig auf die Probleme aufmerksam zu machen und Lösungsansätze aufzuzeigen.
1) Einstellen von Mussfeldern wirkt sich nicht aus
Im Customizing der Feldauswahl kann man zu jedem Feld abhängig von Bedingungen angeben, ob es Eingabefeld, Ausgabefeld, Muss-Feld oder ausgeblendet sein soll. Allerdings wirkt sich die Einstellung „Muss-Feld“ in der Anwendung überhaupt nicht aus. Das ist zwar in der Dokumentation beschrieben, aber so unerwartet, dass viele Anwender lange vergeblich nach einem Fehler in ihrem Customizing suchen. Um die Eingabe in bestimmten Feldern zu erzwingen, können Sie aber den Funktionsexit EXIT_SAPLCATS_003 für kundeneigenes ABAP-Coding nutzen. Sie finden die Erweiterung in Transaktion SMOD unter CATS0003 und können dazu in Transaktion CMOD ihr eigenes Erweiterungsprojekt anlegen. Dazu benötigen Sie einen Programmierer, der mit dem Konzept der User-Exit-Technologie vertraut ist sowie den Prozess und die Datenstrukturen von CATS kennt. Die Erweiterung zieht im ESS ebenso wie im Backend.
2) Wertehilfe für PSP-Elemente kann nicht angepasst werden
Gerade bei der Nutzung des ESS ist es oft erwünscht, die Wertehilfen für die Endanwender zu beeinflussen, und dabei in der Regel zu vereinfachen. Ein oft geäußerter Wunsch ist, dass die verfügbaren PSP-Elemente aufgrund ihres Status eingeschränkt werden oder nur diejenigen angeboten werden, die zu den Stammdaten des erfassenden Mitarbeiters (z.B. Kostenstelle oder Leistungsart) passen. Auch dann, wenn diese Kriterien im Standard nach der Erfassung ohnehin geprüft werden, ist es weitaus anwenderfreundlicher, die „verbotenen“ Werte gar nicht erst in der Auswahlhilfe bereitzustellen.
Die Anpassung der Wertehilfen ist im Standard über Customizing (Tabelle TCATS_SHLP_ITS) möglich. Allerdings ist augerechnet das Feld „PSP-Element“ davon ausgeschlossen.
Um dennoch die Wertehilfe aufgrund spezieller Kunden-Anforderungen zu beeinflussen, haben wir in verschiedenen Projekten zum Mittel einer impliziten Erweiterung im Funktionsbaustein HRXSS_CAT_WD_F4_EXECUTE gegriffen. Implizite Erweiterungen sind nicht die wartungsfreundlichste Methode der Systemanpassung, aber in diesem Fall war das Risiko gering und der Nutzen für den Kunden hoch. Wenn Sie den gleichen Weg gehen wollen, gibt es zwei Möglichkeiten:
- Sie manipulieren nach erfolgter Selektion die Wertelistem bevor Sie dem Anwender ausgegeben wird. In dem Fall müssen Sie aber beachten, dass die Ausgabeliste ggf. vorab schon auf eine bestimmte Zahl von Treffern begrenzt war, so dass anschliessend erwartete „Treffer“ fehlen.
- Sie füllen „unsichtbar“ die Suchfelder der Standardwertehilfe. So können Sie z.B. das Suchfeld POSID mit „*.999“ füllen, um dem Anwender nur PSP-Elemente anzubieten, die auf .999 enden.
Gerne unterstützen wir auch Sie dabei, Ihre CATS Lösung anwenderfreundlicher und effizienter zu machen. Sprechen Sie uns einfach an.



